Ablauf
Eine Haushaltsauflösung bedeutet die vollständige Räumung und Auflösung eines Haushalts, zum Beispiel nach einem Umzug ins Pflegeheim, einem Todesfall oder einer Zwangsräumung, und kann entweder privat oder durch ein professionelles Unternehmen organisiert werden.
| Ablauf der Haushaltsauflösung
- Am Anfang steht eine Besichtigung des Haushalts, bei der alle zu entsorgenden, zu verkaufenden oder zu behaltenden Gegenstände identifiziert werden.
- Danach erstellen Entrümpelungsfirmen ein schriftliches Angebot, auf dessen Grundlage der Auftrag vergeben und ein Termin festgelegt wird.
- Die eigentliche Räumung dauert – abhängig von der Haushaltsgröße – mehrere Stunden bis Tage und endet mit der besenreinen Übergabe der Wohnung.
- Persönliche und wertvolle Gegenstände sollten vorab aussortiert werden, während wichtige Dokumente wie Vollmachten und Testamente archiviert werden sollten.
| Kosten und Finanzierung
- Die Kosten hängen von der Größe und dem Umfang des Hausrats sowie von der Anzahl der zu entsorgenden Gegenstände ab.
- Für eine Wohnung kalkuliert man etwa 20 bis 60 Euro pro Quadratmeter.
- Bei einem Haus mit etwa 150 Quadratmetern liegen die Kosten zwischen 2.500 und 5.000 Euro.
- Keller und Garagen werden separat berechnet (ca. 250 bis 1.000 Euro für Keller, 400 bis 800 Euro für Garage).
- Im Todesfall tragen die Erben die Kosten, können sie aber unter Umständen steuerlich absetzen oder durch Sozialämter finanzieren lassen, sofern Bedürftigkeit nachgewiesen wird.
| Checkliste für die Haushaltsauflösung
- Mietvertrag prüfen und kündigen (Fristen beachten).
- Werbungen zu Strom, Wasser, Gas und anderen Verträgen abmelden.
- Klären, welche Familienmitglieder oder Erben verschiedene Gegenstände übernehmen.
- Sperrmüll und Container organisieren oder Entsorgungsfirma beauftragen.
- Kostenvoranschläge vergleichen und mehrere Angebote einholen.
